MasterBay S

Mastering Router

Im Mastering ist mehr vonnöten als ein Steckfeld: schon beim direkten Vergleichshören von Prozessoren oder Prozessor-Reihenfolgen scheitern selbst Patchbay-Virtuosen.

Die neue MasterBay S kann bis zu vier Stereo-Prozessoren komfortabel verwalten – und ihre faszinierenden Möglichkeiten fordern Sie geradezu heraus, das optimale Ergebnis aus dem vorhandenen Equipment herauszuholen.

 
2199

Unverb. Verkaufspreis
inklusive 19% MwSt
Das klassische Steckfeld (engl. patch bay), erlaubt es auf einfache Weise, verschiedene Signalwege zwischen Audio-Quellen, -Prozessoren und -Zielen festzulegen. Alle verbundenen Geräte können an verschiedenen Punkten im Signalweg eingefügt werden, indem die Verbindungen am Steckfeld entsprechend gesteckt werden.

Das ist solange praktisch und gut, wie projektbezogen gearbeitet wird: für eine bestimmte Produktion kann bedarfsgerecht konfiguriert und dann bis zum Abschluss gearbeitet werden. Häufig ist das beim Mischen der Fall.

Im Mastering jedoch geht der Bedarf viel weiter. Schon der direkte A/B-Vergleich zwischen zwei Prozessoren oder einer Prozessor-Reihenfolge ist mit einem Steckfeld nicht zu machen. Ganz zu schweigen vom Lautheitsausgleich nach einer Bearbeitung, komfortabler Feinjustierung der Ein- und Ausgangspegel oder einem adäquaten Pegelsteller für das dynamische Fading des Aufnahmesignals.

Die MasterBay?S erfüllt all diese Anforderungen – und geht noch einige entscheidende Schritte weiter. Die komfortablen und flexiblen Schalt- und Regelfunktionen fordern geradezu heraus, das optimale Ergebnis mit dem vorhandenen Equipment herauszuholen. Neuartige, praxisgerechte Funktionen, die das Vergleichshören enorm vereinfachen und verbessern, bringen Ihnen einen entscheidenden zeitlichen und qualitativen Vorsprung in der Mastering-Arbeit. Mit der MasterBay?S als zentraler Schnittstelle für beliebige Hardware-Peripherie reduzieren Sie die Zahl der nötigen Wandlungen unabhängig von der Zahl eingeschleifter Prozessoren auf das Minimum. Dank der hohen tontechnischen Qualität ist die MasterBay?S dabei über alle Zweifel an der Signalquelle erhaben und wird der entscheidenden Stelle in der Audio-Produktion vollauf gerecht, an der sie zum Einsatz kommt.
Die MasterBay S bietet 4 Stereo-Inserts. Für den Insert 1, also am Beginn der Signalbearbeitung, empfehlen wir Geräte zur Fehlerkorrektur (De-Noiser, De-Clicker, SPL De-Esser usw.). Insert 2 und 3 sind ideale Positionen für Equalizer und Kompressoren. Die Reihenfolge kann dank des SWAP 3›2-Schalters getauscht werden.

An das Ende der Bearbeitungskette werden zumeist Limiter eingesetzt – die Signalpegel können damit optimal für die folgende A/D-Wandlung begrenzt werden. Der Einschleifpunkt ist daher Insert 4. Damit es sich tatsächlich um den letzten Schritt vor der Wandlung handelt, darf keine weitere Stufe wie TRIM oder PARALLEL MIX folgen. Diese Stufen liegen daher hinter Insert 3, was auf der Front des MasterBayS durch Linien gekennzeichnet ist.
Mit PARALLEL MIX mischen Sie den Anteil des über die Inserts 1 bis 3 bearbeiteten Signals dem Eingangssignal zu. Im linken Anschlag (dry) hören Sie nur das Eingangssignal (entsprechend der aktivierten Schalterstellung ALL INSERTS BYPASS). Im rechten Anschlag (wet) hören Sie den zu 100% zugemischten Bearbeitungsanteil (entsprechend des deaktivierten MIX-Schalters). In der Mittenstellung (1:1) sind Eingangssignal und bearbeitetes Signal zu gleichen Anteilen gemischt. PARALLEL MIX ist eine einfache, aber mächtige Funktion mit flüssigem Undo-Charakter: regeln sie Effekte zunächst deutlich hörbar rein und dosieren Sie anschließend mit PARALLEL MIX.
Die Funktion LOUDNESS COMPENSATION gibt Ihnen die Möglichkeit, durch Bearbeitungen hervorgerufene Lautheitsunterschiede zu kompensieren. Das ist sehr wichtig, denn zur korrekten qualitativen Beurteilung der Bearbeitung sollten Sie wirklich nur den klanglichen Unterschied heranziehen. Mit LOUDNESS COMPENSATION können Sie ausschließen, von Lautheitsunterschieden zusätzlich beeinflusst bzw. beeindruckt zu werden. Es geht wohlgemerkt um den Ausgleich subjektiv empfundener Lautheit mittels manueller Pegeländerung – und die bezieht sich natürlich nur auf den Abhörweg.
Mit dem Schalter METERS FOLLOW schalten Sie von der herkömmlichen Pegelanzeige um auf die Werteanzeige einschließlich der Reduktion, die ggf. mit COMPENSATION LEVEL festgelegt wurde (mehr dazu auch im vorigen Absatz). Die vollständige Funktionsbeschreibung lautete also „Meters Follow Compensation Level“. Im herkömmlichen Anzeigemodus gibt der METERING-Augang die Eingangs- oder Ausgangspegelwerte der MasterBayS wieder, je nachdem, ob I/O COMPARE aktiv ist oder nicht. Wenn Sie I/O COMPARE aktiviert haben, sehen Sie die Ausgangspegelwerte nach dem Master Fader. Wenn I/O COMPARE deaktiviert ist, sehen Sie die Eingangspegelwerte. Die METERS FOLLOW-Funktion kann dazu dienen, den genauen Wert der Reduktion zu ermitteln, die Sie mit COMPENSATION LEVEL festlegen (Voraussetzung ist die eingeschaltete I/O COMPARE-Funktion): Wenn Sie den Pegelwert mit aktiviertem METERS FOLLOW-Schalter vom Pegelwert ohne METERS FOLLOW abziehen, stellt die Differenz den Reduktionswert dar. Im Umkehrschluss gibt diese Differenz wiederum Aufschluss über den Lautheitsgewinn, den die Bearbeitung hervorgerufen hat.
Eine der interessantesten Funktionen der MasterBayS ist AUTO BYPASS – eine Neuheit, die das Vergleichshören zwischen Ein- und Ausgangssignal sowohl vereinfacht als auch entscheidend verbessert. Wenn Sie diese Funktion aktivieren, wird automatisch zwischen Ein- und Ausgangssignal umgeschaltet. Entscheidend dabei: Sie legen den Umschaltintervall selbst fest (siehe BYPASS PERIOD im nächsten Abschnitt). AUTO BYPASS versetzt Sie also in die Lage, sich voll auf die klanglichen Unterschiede zu konzentrieren, die Sie durch Ihre Bearbeitung hervorrufen – das üblicherweise manuelle Umschalten entfällt, und es verbindet sich keine Erwartungshaltung mehr mit dieser aktiven Handlung. Die Beurteilung Ihrer Arbeit kann dadurch entscheidend verbessert werden. Gemeinsam mit der LOUDNESS COMPENSATION weist die MasterBayS damit zwei herausragende Merkmale auf, welche die Arbeit im Mastering mit vergleichsweise einfachen Mitteln in der Bedienung enorm vereinfachen und in der Qualitätssicherung erheblich versachlichen – und somit entscheidend verbessern.
Mit I/O COMPARE schalten Sie entweder das Eingangssignal oder das Aufnahme-Ausgangssignal (REC OUT) in den Abhörweg. Damit gestattet dieser Schalter den direkten Vergleich zwischen Original und Bearbeitung einschließlich aller Inserts und Funktionen der MasterBayS. Wenn Sie I/O COMPARE drücken, hören Sie das Ausgangssignal und der Schalter leuchtet – in der Regel ist I/O COMPARE daher eingeschaltet, während Sie arbeiten.

Eingänge & Ausgänge

  • Differenzverstärker, elektronisch symmetriert/transformerlos
  • Nominaler Eingangspegel: +4dBu

Eingangsimpedanzen

  • Main Input: ca. 20kOhm unsymmetrisch, ca. 40kOhm symmetrisch
  • Insert 1 - 4 Return: ca. 20kOhm unsymmetrisch, ca. 40kOhm symmetrisch
  • DAW Return: ca. 20kOhm unsymmetrisch, ca. 40kOhm symmetrisch

Ausgangsimpendanzen

  • Rec. Output: ca. 75 Ohm unsymmetrisch, ca. 150 Ohm symmetrisch
  • Insert 1 - 4 Send: ca. 75 Ohm unsymmetrisch, ca. 150 Ohm symmetrisch
  • Monitor Output: ca. 75 Ohm unsymmetrisch, ca. 150 Ohm symmetrisch
  • Metering Output: ca. 10 Ohm unsymmetrisch, ca. 20 Ohm symmetrisch

Lautstärkeregelbereiche

  • Input Trim: -6dB bis +6dB
  • Insert Trim: -6dB bis +6dB
  • Master Fader: -80 dB bis +7 dB
  • Compensation Level: -12 dB bis 0dB

Messungen

  • Max. Eingangspegel: 23,0 dBu
  • Max. Ausgangspegel: 23,0 dBu
  • Frequenzbereich 10 Hz-100kHz (-3dB): <10 Hz–200 kHz
  • Gleichtaktunterdrückung Main Input: >70 dB, DAW Return: >70 dB, (1 kHz, 0dBu Eingangspegel und Verstärkungsfaktor 1)
  • Klirrfaktor Rec. Output: 0,0015%, Monitor Output: 0,0015%, (1 kHz, +4dBu Eingangspegel und Verstärkungsfaktor 1)
  • Fremdspannungsabstand (A-bewertet) Rec. Output: < -99,0 dB, Monitor Output < -98,0 dB
  • Übersprechen L/R (bei 1 kHz) <98,0 dB
  • Dynamikumfang (unbewertet) Rec. Output: 118,5 dB, Monitor Output: 116,0 dB

Spannungsversorgung

  • Ringkerntransformator
  • Versorgung für LEDs und Relais: 12V/6,3 VA
  • Versorgung für Audio: 2 x 18V/16VA
  • Sicherungen - 230 V AC: 50Hz, 1A; 115 V AC: 60 Hz, 2A
  • Spannungswahlschalter: 115V/230V
  • Leistungsaufnahme: 24W

Abmessungen und Gewicht

  • Gehäuse (B x H x T): 482 x 88 x 237 mm
  • Tiefe mit Potentiometer und Buchsen: 482 x 88 x 265 mm
  • Gewicht: 5,5kg


0dBu = 0,775 V. Technische Änderungen vorbehalten.

Bedienungsanleitungen
Bilder

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