Frontliner

Das Flaggschiff der SPL-Kanalzüge

Der Frontliner hat alles, um Stimmen und Instrumente in perfekter Qualität aufzunehmen: Noch oberhalb des schon legendären Channel One positioniert, kombiniert der Frontliner Vorverstärker, De-Esser, EQ und Kompressor, Röhrensättigung, die einzeln oder kombiniert einsetzbar sind.

Die Module sind somit nicht nur bei der Aufnahme, sondern auch beim Mischen zu nutzen. Der Frontliner ist also keine isolierte Frontend-Lösung, sondern bereichert insbesondere DAW-basierte Studios um die Möglichkeit, hochwertiges Analog-Processing durchgängig in der Audio-Produktion einzusetzen.

 
1.999

2.178€ mit AD 24/192

Unverb. Verkaufspreis
inklusive 19% MwSt
Der Frontliner ist ein Hybrid-Vorverstärker aus diskreter Halbleiterstufe und Röhrenstufe. Der hybride Aufbau des Vorverstärkers verbindet die Vorteile der Halbleiter (hohe Dynamik bei geringen Verzerrungen, Rausch­armut) mit den musikalischen Qualitäten des Röhrenklangs (angenehmes Hoch-/Oberton-Spektrum, schöne Räumlichkeit).
  • Die Mikrofon-Vorstufe ist komplett diskret aus Einzeltransistoren aufgebaut. Sie verfügt über 48-V-Phantomspeisung, Polaritätsumkehr, Padding und ein LF-Cut-Filter.
  • Der Line-Eingang ist besitzt eine Präzisions-Symmetriestufe zum Anschluss weiteren Studiogeräte.
  • Der ebenfalls diskret aufgebaut und rauscharme Instrumenteneingang ist leicht zugänglich auf der Front angebracht.
An zwei Stellen kommen mit 250 Volt betriebene Röhren vom Typ ECC83 oder 12AX7 zum Einsatz: zunächst als abschließendes Element des Vorverstärkers, wobei hier der Verstärkungsanteil in zwei Stufen schaltbar ist (6 und 15dB). Mit der zweiten Röhrenschaltung ist die Röhrensättigungsstufe aufgebaut.
Der De-Esser entfernt störende S-Laute ohne klangliche Beeinträchtigungen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kompressor-Techniken werden die S-Frequenzen sehr schmalbandig detektiert und gegenphasig dem Original zugemischt, wodurch die S-Laute sehr unauffällig gelöscht werden.

Der De-Esser arbeitet im Auto-Threshold-Modus. Dieser stellt auch bei schwankendem Abstand zum Mikrofon eine konstante Bearbeitung sicher. Die Bedienung beschränkt sich auf die Einstellung der gewünschten S-Reduktion.
Eine schaltungstechnische Besonderheit des Kompressors ist die Doppel-VCA-Schaltung. Differenzbildung und Lasthalbierung verringern die Neigung zu Nebeneffekten (Pumpen) erheblich.

Die Attack- und Release-Regelungen können signalabhängig automatisiert werden. Die Regeltätigkeit stellt sich dadurch permanent und genau auf musikalische Erfordernisse ein. Es bleibt aber die Möglichkeit, die Charakteristik der Automatik manuell zu beeinflussen, so dass die Grenzen zwischen rein manueller und automatisierter Regelung fließend ineinander übergehen.

In der Kompressor-Schaltung kommen Operationsverstärker aus der Messtechnik mit sehr geringem Gleichspannungsversatz zum Einsatz. Die gewonnenen Steuerspannungen für die Regelvorgänge des Kompressors sind daher extrem präzise – eine wichtige Voraussetzung für hohe Qualität in der Signalbearbeitung.
Die EQ-Abteilung bietet für die wichtigsten Arbeiten am Frequenzspektrum zwei halbparametrische Bänder für den Tief- und Mitteltonbereich sowie ein Glockenfilter zur eleganten Hochtonbearbeitung (Air Band) an.
Die Röhrensättigungs-Stufe verdichtet das Signal und fügt ihm geradzahlige Obertöne hinzu. Ab einem bestimmten Pegel nähert sich Ihrer Belastungsgrenze. Dabei produziert sie die typischen klanglichen Effekte, die Bandsättigungseffekten analoger Bandmaschinen ähneln und das Audio-Signal angenehm im Mix nach vorne holt.
Das große VU-Meter zeigt den Ausgangspegel als VU-Wert (Energie) und Peak-Wert (Spitzenpegel) an. Um Pegel auch oberhalb von +3dB zu visualisieren kann die Empfindlichkeit um 10dB herabgesetzt werden. Dass VU-Meter kann für die Anzeige der Gain-Reduktion des Kompressors umgeschaltet werden.
Jedes Frontliner-Modul verfügt über eigene symmetrische Ein- und Ausgänge. Dank einer ausgeklügelten Schaltungslogik können Sie alle Elemente des Frontliners wie Einzelgeräte in eine Studio-Umgebung einbinden. Sie können aber auch beliebig gruppieren oder an jeder Nahtstelle Einschleifpunkte definieren.

Wenn Sie sich die jeweiligen Frontliner-Module als analoge Plugins vorstellen, wird der Mehrwert deutlich, der den Frontliner neben der klassischen Aufnahmekanal-Funktion auch zu einer vielseitigen analogen Processing-Station macht: Gerade DAW-basierte Studios werden in einem Schritt um ein erstklassiges Recording-Frontend bereichert und können für die wesentlichen Signalbearbeitungen bei der Mischung auch auf High-End-Analog-Prozessoren zugreifen.
Die konsequent im Platinen-Layout angewandte, zentrale Sternpunkt-Masse­führung minimiert Störeinflüsse, die über die Massebahnen einwirken könnten. Auch dies trägt wesentlich zu einer hohen, im wahrsten Sinne des Wortes „sauberen” Klangqualität bei.
Das Netzteil ist mit zwei Ringkerntransformatoren in strikter Arbeitsteilung aufgebaut: einer versorgt exklusiv alle Audio-Schaltungen, der andere stellt alle übrigen Spannungen für LEDs, Mikro-Controller, zur Röhrenbeheizung usw. zur Verfügung. Gegenseitige Beeinflussung und Einstreuungen sind so ausgeschlossen. Durch eine besonders großzügige Dimensionierung ist zudem die absolut stabile Versorgung der Audio-Schaltungen sichergestellt.
Zur optionalen Ausstattung gehören sowohl ein 24/192 AD-Wandler als auch klangveredelnde Lundahl-Ein- und Ausgangsübertrager.
Maximale Eingangspegel:
  • Mikrofoneingang bei 13 dB Verstärkung: +9dBu
  • Line-Eingang: +22dBu
  • Instrumenteneingang: +11,5dBu
  • De-Esser-Eingang: +21dBu
  • Kompressoreingang: +21dBu
  • Equalizer-/T. S.-Eingang: +21dBu
Max. Ausgangspegel:
  • +21,5dBu
Maximale Eingangspegel:
  • Mikrofoneingang: +13dB bis +68dB
  • Line-Eingang: -20dB bis +10dB
  • Instrumenteneingang: +6dB bis +43dB
Frequenzumfang (-3dB):
  • Kanalzug: 10Hz bis 50kHz
  • Mikrofonvorverstärker: ‹10Hz bis 50kHz
  • Line-Vorverstärker: ‹10Hz bis 50kHz
  • Instrumentenvorverstärker: ‹10Hz bis 50kHz
  • De-Esser: ‹10Hz bis 140kHz
  • Kompressor: ‹10Hz bis 180kHz
  • Equalizer/T. S.: ‹10Hz bis 60kHz
Gleichtaktunterdrückung:

(bei 1 kHz, 0dBu Eingangspegel und Verstärkungsfaktor 1)

  • Mikrofonvorverstärker: ›80dB
  • Line-Vorverstärker: ›75dB
  • Instrumentenvorverstärker: ›75dB
  • De-Esser: ›75dB
  • Kompressor: ›75dB
  • Equalizer/TS Line: ›75dB
Klirrfaktor:

(in Prozent, bei 1kHz, 0dBu Eingangspegel und Verstärkungsfaktor 1)

  • Kanalzug: 0,03
  • Mikrofonvorverstärker: 0,03
  • Line-Vorverstärker: 0,03
  • Instrumentenvorverstärker: 0,03
  • De-Esser: 0,002
  • Kompressor: 0,007
  • Equalizer/T. S. Line: 0,01
Fremdspannungsabstand (A-bewertet):
  • Mikrofonvorverstärker (VU=30dB): -91,5dB
  • Line-Vorverstärker: -94,7dB
  • Instrumentenvorverstärker: -95,5dB
  • De-Esser: -97dB
  • Kompressor: -97dB
  • Equalizer/TS Line: -91dB
Dynamikumfang (unbewertet):
  • Kanalzug: 110dB (Mikrofoneingang › Hauptausgang, bei 30dB)
  • Kanalzug: 112dB (Line-Eingang › Hauptausgang)
  • Kanalzug: 112dB (Instrumenteneingang › Hauptausgang)
  • Mikrofonvorverstärker (bei 30dB): 110dB
  • Line-Vorverstärker: 114dB
  • Instrumentenvorverstärker: 105dB
  • De-Esser: 115dB
  • Kompressor: 115dB
  • Equalizer/TS Line: 112dB
E.I.N. Mikrofonvorverstärker:
  • -127dBu (Verstärkung 68dB, Rs=150 Ohm, 20-22kHz)
Spannungsversorgung:
  • 2 x Ringkerntransformator
  • Audio-Transformator: 20VA
  • Transformator andere Spannungen: 15VA
  • Sicherungen: 230 V AC, 50 Hz: 315 mA/115 V AC, 60 Hz: 630 mA
  • Spannungswahlschalter: 115V/230V
  • Leistungsaufnahme: 29W
Maße und Gewicht:
  • Gehäuse (B x H x T): 482 x 88 x 261mm (Tiefe mit Reglern und Buchsen)
  • Gewicht: 5,7kg (ohne A/D-Wandler und ohne Übertrager)

0 dBu = 0,775 V. Technische Änderungen vorbehalten.

 
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