Mercury

Mastering DA-Wandler

Mercury ist ein Stereo-Digital/Analog-Wandler, der die höchsten technischen und klanglichen Ansprüche im Mastering erfüllt. Der erste Mastering DA-Wandler in 120V-Technik.

Mercury bietet Anschlüsse für insgesamt sieben digitale Stereo-Eingangsquellen.

Es stehen ein USB-Eingang und je zwei coaxiale, zwei optische und zwei AES/EBU-Eingänge zur Verfügung, wobei AES Eingang 2 auch den Dual-Wire (DW) Modus unterstützt.

Für jede Digitalquelle gibt es einen dedizierten und beleuchteten Wahlschalter für eine schnelle Anwahl und rasches Vergleichshören.

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Wir haben uns viele Wandler-Designs angeschaut und gefragt, warum Innovationen fast ausschließlich auf der Digitalebene stattfinden und nur sehr selten auf der analogen Seite. Vielleicht liegt es daran, dass die meisten Entwickler ihren Hintergrund in der Digitaltechnik haben und deswegen die analoge Technik eher nach 'Kochbuch' entwickeln.

Wir haben eine 30-jähige Erfahrung in Analogtechnik und Kochbuch-Designs finden wir eher langweilig, ineffizient und verbesserungswürdig.

Der Ausgang des DAC-ICs (AK4490) ist ein analoges Signal, dass mit einem Tiefpass gefiltert werden muss. Diese analoge Schaltung wird typischerweise mit derselben Spannung betrieben wie das DAC-IC – beispielsweise 5V. Stellen Sie sich vor, dass die erste Stufe, die das Analogsignal vorfindet, einen durch diese Spannung begrenzten Dynamikumfang und Rauschabstand hat. Was für ein Flaschenhals.

Im Mercury kommt anstelle der Standardtechnik unsere 120V-Technik zum Einsatz. Und das gleich zweifach im neu entwickelten DLP120-Modul. DLP steht für ”Dual Low Pass". Das sind zwei getrennte analoge Filter in 120V-Technik. Je nach Art des Digitalsignals durchläuft das analoge Signal den PCM- oder den DSD-Filter und kann sich frei in einen riesigen Dynamikumfang hinein entfalten. Das ist hörbar besser.
Der DA-Wandler (DAC) im Mercury ist der AK4490-Velvet Sound®-Wandlerchip von AKM.

Dieser bietet eine Bittiefe von 32 Bit und eine maximale Abtastrate von 768kHz für PCM-Digitalsignale und DSD4 oder DSD256 für Direct-Stream-Digitalsignale.
AES (oder genauer AES3 oder AES/EBU) ist ein Standard für den Austausch digitaler Audiosignale zwischen professionellen Audiogeräten. AES3 wurde gemeinsam von der Audio Engineering Society (AES) und der European Broadcasting Union (EBU) entwickelt.

Ein AES-Signal transportiert zwei kodierte PCM-Audiokanäle mit einer maximalen Abtastrate von 192 kHz.

Der Standard ist unter IEC 60958 Type I definiert.

Eine Besonderheit ist der Dual-Wire-Modus (DW), bei dem zwei AES-Buchsen zusammen betrieben werden, um die maximale Abtastrate zu verdoppeln. Der zweite AES-Eingang besitzt daher zwei XLR-Buchsen. Dual-Wire ermöglicht Mercury an wirklich alle digitalen AES/EBU-Quellen anzuschließen.

Zur Verbindung werden symmetrische, 3-adrige, 110 Ohm „Twisted Pair“-Kabel mit XLR-Steckern verwendet.
Die Konsumer-Variante von AES ist S/P-DIF (Sony/Philips Digital Interface). Weltweit ist es das verbreitetste Verfahren zur Verbindung von digitalen Audiogeräten. Typischerweise wird hier der Digitalausgang eines CD-Spielers angeschlossen.

Die Buchsen sind mit „Coaxial" bezeichnet und transportieren zwei kodierte PCM-Audiokanäle mit Abtastraten von bis zu 192kHz.

Dieser Standard ist unter IEC 60958 Type II festgelegt.

Zur Verbindung dienen unsymmetrische, 2-adrige 75-Ohm Koaxialkabel mit Cinch-Anschlüssen.
Die beiden 'Type II Optical'-Anschlüsse verwenden Glasfaser mit einer F05-Buchse, die besser bekannt ist unter der Bezeichnung des Toshiba Markennamens TOSLINK.

Diese Buchsen sind am Mercury mit „Optical“ bezeichnet.

Genau wie die coaxialen S/P-DIF-Eingänge unterstützen auch diese Eingänge Abtastraten bis 192kHz für kodiertes PCM-Audio.

Unser Tipp: Man sollte Wert auf die Qualität des Lichtleiters legen. Bei preiswerten Kunststofflichtleitern können Übertragungen mit vierfach Abtastraten (176,4kHz/192kHz) fehlerbehaftet sein. Hier sollte ein echtes Glasfaserkabel gewählt werden.
Der USB-Port, für den Anschluss eines Computers, wandelt PCM und DSD Audioformate.

Für PCM-Audio werden Abtastraten bis zu 768kHz und für DSD-Audio bis zu DSD4 (quad-rate DSD oder DSD256) unterstützt.

Bei einem Apple Mac wird kein spezieller Treiber benötigt, da Apple nativ USB class 2 bis zu einer Abtastrate von 768kHz unterstützt.

Um Mercury in vollem Umfang an einem Windows PC nutzen zu können, sollte der SPL Mercury Treiber installiert werden. Mit diesem können dann auch auf einem Windows PC höhere Abtastraten als 44.1kHz und 48kHz ausgegeben werden.
Eine Wiedergabe von (unverschlüsselten) DSD-Daten vom Computer kann nur über USB erfolgen.

Bestimmte Software-Spieler wie beispielsweise Audirvana Plus (Mac), Channel D Pure Music (Mac), J River Media Center (Mac/PC), Signalyst (PC), Foobar2000 (PC), JPlay (PC) unterstützen die DSD-Wiedergabe.

Die USB-Audio 2.0 Spezifikation definiert verschiedene Formate für die Handhabung von PCM-Audiosignalen, aber sie definiert nicht die Handhabung des DSD-Formats. 2012 haben Vertreter vieler Firmen und Institutionen einen Standard entwickelt, der bekannt wurde als "DSD over PCM" oder "DoP". Hierdurch wird DSD-Audio in den PCM-Frames der USB-Spezifikation repräsentiert und detektierbar.

SACD- oder BluRay-Player geben den DSD-Stream üblicherweise aus Kopierschutzgründen nicht aus. Dies bedeutet, dass ein solcher Spieler nur mit einem Analogeingang, z.B. an der SPL DMC Mastering Console, verbunden werden kann.
Pulse-Code Modulation (PCM) ist eine Methode zur Kodierung von abgetasteten Audiosignalen, die üblicherweise für unkomprimiertes Audio verwendet wird. Es ist das Standardformat für digitales Audio im Computer, auf Compact Discs, in der digitalen Telefonie und anderen digitalen Audioanwendungen.

Direct-Stream Digital (DSD) ist eine Marke von Sony und Philips. Beide entwickelten DSD für SACD (Super Audio CD), was der designierte Nachfolger der CD werden sollte (die ebenfalls von den beiden Firmen entwickelt wurde).

Da PCM und DSD digitale Formate sind, gibt es auch andere Wege der Wiedergabe. Die höchsten Auflösungen für Musik erhält man mittlerweile bei Download-Portalen wie beispielsweise HD Tracks, Qobuz, HIGHRESAUDIO, primephonic, HDMusicStore, Bleep, Cybele, Gimell, HD-Klassik, 7 Digital etc.

DSD unterscheidet sich grundlegend von konventionellem PCM. Während in einem PCM-Stream die Amplitude eines analogen Signals regelmäßig in gleichen Abständen abgetastet und jedes so gewonnene Sample auf den naheliegensten Wert innerhalb der digitalen Stufen quantisiert wird, speichert ein DSD-Stream eine Sequenz von 1-Bit-Werten bevor durch einen „Decimation“-Prozess das Signal in ein PCM-Signal gewandelt wird.
Auf der analogen Seite bietet Mercury neben dem regulären Stereo-Ausgang, welcher auf alle gängigen Referenzpegel kalibriert werden kann, einen weiteren Stereo-Ausgang mit stufenlos regelbarem Ausgangspegel. So kann Mercury auch als state-of-the-art Monitorcontroller eingesetzt werden.

Die Regelung der Lautstärke (Volume) für den variablen Ausgang des Mercury erfolgt komplett analog. In den meisten anderen Designs wird die Lautstärkeregelung als Teil der Wandlerchip-Funktionalität digital ausgeführt. Ein Nachteil der digitalen Lautstärkeregelung liegt darin, dass nur bei 0dB (Maximalwert) die originale Bit-Auflösung vorhanden ist.

Als Volume-Regler verwenden wir den ALPS RK27 „Big Blue"-Potentiometer mit schönem „Löffel im Honig“-Drehgefühl und exzellentem Kanalgleichlauf. So ist nicht nur das auditive, sondern auch das haptische Erlebnis bei der Lautstärkeregulierung auf höchsem Niveau.
Hält man den Sync-Taster für mehr aus zwei Sekunden gedrückt wechselt Mercury von der Sync- in die 0dBfs-Anzeige. In diesem Modus kann definiert werden, welchen analogen Pegel ein vollausgesteuertes Digitalsignal (0dBfs = 0dB full scale) haben soll.

Mercury unterstützt hier alle derzeit benutzen Referenzpegel beginnend mit 0dBfs = 14dBu. Es folgen 15, 16, 17, 18, 20, 22 und abschließend 24dBu.
Rechts-Klick auf Bild zum HiRes-Download.
 

Analog

  • Max. Ausgangspegel: + 32,5 dBu
  • Referenzpegel: 0dBFS = 14dBu, 15dBu,16dBu, 18dBu, 20dBu, 22dBu, 24dBu
  • Dynamikumfang: 127,5 dB (analog); 120 dB (digital), 119dB (gemessen +24 dBu/0dBFS)
  • Ausgangsimpedanz: 100 Ohm (sym.)
  • Rauschen (A-bewertet): - 95 dBu
  • THD & N (bei +20dBu): -101 dB

Digital

  • Dynamikunfang: 120 dBu
  • THD & N: -112 dB

Stromaufnahme

  • 0,7 Amp, 230V/50Hz, 17 Watt, 32 VA
  • 0,14 Amp, 115V/60Hz, 17 Watt, 32 VA

Sicherungen

  • 230V/50Hz: 0,5 Amp
  • 115V/60Hz: 1 Amp

Maße & Gewicht

  • Gehäuse (19 Zoll, 1HE): 482 x 44 x 300 mm (exkl. Zierfront)
  • Gewicht: 4,8kg
Bedienungsanleitungen
Videoanleitungen

Mercury Video Manual

Auswechseln defekter Sicherungen 115V

Auswechseln defekter Sicherungen 230V

Umstellen der Netzspannung von 115V zu 230V

Umstellen der Netzspannung von 230V zu 115V

Mac OSX / iOS

Für den Betrieb mit einem Mac oder iDevice ist keine Treiberinstallation erforderlich.

Windows Treiber Download

Ver. 4.82.0

Revision History
Veröffentlichung: 16. Januar 2020

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  • Englisch