In dieser User Story stellen wir euch Dirk Steyer vor. Dirk ist Musikproduzent und Kopf des EBM/Industrial-Projekts Accessory, zertifizierter Tontechniker, arbeitet als Mastering Engineer unter dem Namen Acsy Sound und unterrichtet als freier Dozent für DAW-Software an der Sonic AudioSchool in Chemnitz. Seit mehr als zwanzig Jahren ist er im Mastering tätig und betreut Künstler weltweit, darunter auch Labels wie Out Of Line Music oder EK Product.
In den vergangenen Jahren hat Dirk sein Studio konsequent in Richtung analoges Mastering weiterentwickelt. Der Fokus liegt dabei auf einem Workflow, welcher musikalisches Arbeiten, präzise Kontrolle und eine gute haptische Bedienbarkeit verbindet.
Seine SPL-Geräte spielen in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle. Warum, lest ihr hier.
SPL Mastering Gear
Mercury
„Der Mercury ist bei mir der Punkt, an welchem ich von der digitalen Plattform in die analoge Chain switche. Der große Vorteil des Mercury ist für mich, dass ich schnell zwischen verschiedenen Eingängen umschalten kann. Egal ob AES, SPDIF oder USB, ich kann mir direkt eine andere Source auf Knopfdruck auswählen. Und dann folgt das ,Aha-Erlebnis‘, denn wenn ich auf die analoge Bearbeitung umschalte, höre ich sofort, wie sauber der Mercury arbeitet. Klar, präzise, lebendig, aber ohne irgendetwas zu färben. Genau so soll ein Wandler für mich klingen.“
Hermes
„Der Hermes ist das, was meinen analogen Workflow wirklich flexibel macht. Acht analoge Prozessoren lassen sich anschließen. Diese kann ich frei sortieren, die Reihenfolgen in Sekunden ändern und die zwei Parallel-Mix-Wege sind für meine Analog Chain ein echter Gamechanger gewesen. Denn ich kann ein Signal auch mal stärker bearbeiten und trotzdem nur einen Teil davon zumischen. Der Punch und der Grundsound bleiben so erhalten. In Verbindung mit dem Gemini kann ich damit auch analog M/S arbeiten.“
Gemini
„Mit dem Gemini kann ich M/S-Bearbeitung in meiner analogen Kette genauso umsetzen, wie ich es digital jahrelang gewohnt war. Ich kann gezielt die Mitte oder die Seiten bearbeiten und das Stereobild nach Bedarf anpassen. Das eröffnet nochmal eine ganz andere Soundebene, als man es vom ,klassischen‘ Stereo-Mastering gewohnt ist. Dass ich Mid und Side solo abhören kann, macht das Ganze deutlich schneller und einfacher für mich. Zusammen mit dem Hermes kann ich genau auswählen, welche Geräte in M/S laufen sollen.“
IRON
„Der IRON ist mein Go-To Kompressor für alles und es gab bisher keine Mastering-Session, wo der IRON nicht gepasst hätte. Haptik und Verarbeitung sind massiv, und klanglich bleibt er auch bei deutlicher Kompression sauber und kernig. Das Signal verliert weder Präsenz noch Punch. Stattdessen bekommt der Track eine Art Zusammenhalt, welcher sich schwer beschreiben lässt, aber sofort hörbar ist. Er ,legt sich‘ einfach gut um den Track, ohne etwas kaputt zu machen. Die verschiedenen Tube-Bias-, Sidechain- und Rectifier-Kombinationen machen ihn für mich sehr flexibel einsetzbar und bilden klanglich ein echtes und abwechslungsreiches Fundament. Es gibt eigentlich keinen Track, bei dem ich den IRON nicht nutze.“
PQ
„Der PQ ist der EQ für mich. Ich nutze ihn wie den IRON bei jedem Track und meistens direkt am Anfang in der Bearbeitungskette. Er kann sehr präzise korrigieren, aber auch breitere Färbungen setzen, die einem Mix sofort hörbares Leben einhauchen. Vor allem in den Mitten trifft er genau das, was ich brauche. Und selbst größere Anhebungen klingen stabil und sauber. Der PQ ist eines dieser Geräte, bei denen man beim Drehen der Regler sofort ein Lächeln im Gesicht hat. Vor dem PQ hatte ich keine anderen analogen Mastering EQs. Und ich möchte auch keine anderen.“
PASSEQ
„Der PASSEQ ist für mich die perfekte Ergänzung zum PQ. Vor allem für das Low- und High End kommt der Prozessor häufig zum Einsatz. Der Bass bekommt mit dem PASSEQ eine sehr musikalische Rundung, ohne matschig zu werden oder Druck zu verlieren. Das Signal bleibt stabil, was sich im gesamten Track positiv bemerkbar macht. Im High End liefert der PASSEQ einen kontrollierten Glanz, der nicht scharf wird und sich genau justieren lässt, besonders durch das variable Q im Höhenband. Dadurch kann ich die ,Air‘ im Track sehr fein abstimmen, ohne dass die Höhen überfahren. Für mich ist der PASSEQ dieses kleine, aber entscheidende Extra, das einen Track am Ende komplett macht.“
Phonitor 3
„Zum Abhören nutze ich den Phonitor 3 im Expansion Rack. In dieser Kombination integriert er sich für mich als perfekte Abhörumgebung in meinem Studio. Egal ob über Kopfhörer oder Monitore, ich bekomme ein klares, detailliertes Bild vom Mastersound. Außerdem bietet mir der Phonitor 3 Expansion Rack die Möglichkeit, bis zu drei verschiedene Audioquellen anzuschließen und diese auf vier Monitorwege zu routen. Das ist eine hervorragende Möglichkeit, den Sound schnell A/B zu vergleichen und ihn auf verschiedenen Systemen zu checken. Damit kann ich Mastering-Entscheidungen zuverlässig treffen.“
Wenn ihr noch mehr über Dirk und seine Arbeit erfahren möchtet, findet ihr weitere Informationen auf seiner Webseite und Social-Media-Kanälen:
Website:
www.acsy.de
Facebook:
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Instagram:
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Photos by Anna Steyer:
www.annasteyer.de





