GainStation 1

Mikrofon- und Instrumentenvorverstärker

Die GainStation 1 ist ein einkanaliger High-End-Vorverstärker, der mit einer internen Betriebsspannung von 60V arbeitet.

Der Vorverstärker kombiniert Class-A Clean Gain mit klangstarkem Tube Gain in einem kompakten Gehäuse, das frei in unmittelbarer Nähe zum Mikrofon auf dem Verstärker (Head) platziert werden kann.

 
1.089

1.268€ mit AD 24/192

Unverb. Verkaufspreis
inklusive 19% MwSt
Die GainStation 1 ist als hochwertiges Studio-Front-End bestens geeignet, alle Signale in herausragender Qualität zu verstärken.

Eine gute Aufnahmequalität ist entscheidend. Wie so schön bildlich gesagt wird: "You can't polish s**t." Um eine bessere Verständlichkeit oder eine bessere Transparenz eines Instrumentes zu erreichen, sind Bearbeitungen mit EQs oder Kompressoren nicht mehr so häufig erforderlich, wenn schon bei der Aufnahme beste Qualität erzielt wurde.
Die GainStation-Vorverstärker basieren auf neu entwickelten, diskret aufgebauten Hochleistungskomponenten und -schaltungen im 60-Volt-Betrieb – das entspricht etwa der doppelten Betriebsspannung herkömmlicher Vorverstärker. Daraus resultiert u. a. der hohe Dynamikumfang von ›130dB.

Herzstück der GainStation 1 sind diskret aufgebaute Operationsverstärker, die im Class A-Modus arbeiten. Im Class-A-Modus bleiben beide Endtransistoren immer in einem leitenden Zustand, so dass Übernahmeverzerrungen vermieden werden. In konventionellen Class-B-Verstärkern übernimmt je ein Transistor ein Halbwelle, so dass beim plötzlichen Wechsel von einem auf den anderen Transistor Verzerrungen entstehen. Class-A-Betrieb erfordert immer einen hohen Ruhestrom (hier ca. 6 mA, also etwa das Dreifache des Komplettverbrauchs konventioneller Verstärker), der sich zwangsläufig in hoher Temperaturentwicklung äußert.
In der Clean Gain-Stufe kommt ein diskret aufgebauter, symmetrischer Instrumentationsverstärker zum Einsatz. Auch er arbeitet im Class-A-Modus. Durch die besondere Schaltungsanordnung ist der Frequenzgang bei jeder Verstärkung nahezu gleich. Mit einer Anstiegsgeschwindigkeit von über 100V/µs ist er in der Lage, auch schnelle Details und hohe Frequenzen sauber und verzerrungsarm zu verstärken. Ein Operationsverstärker wandelt anschließend das Ausgangssignal des Instrumentationsverstärkers in ein unsymmetrisches Signal, welches dann von der Röhre verarbeitet werden kann.
Auch der Röhrentyp 12 AX 7 LPS von Sovtek wurde nach umfangreichen Tests und Hörvergleichen ausgesucht. Sie besticht durch ihre guten Rauschwerte und durch ein offenes und klares Klangbild. Als Entkopplungs-Kondensator wird ein WIMA-MKP-Typ eingesetzt, der mit 2,2µF sehr großzügig bemessen ist, um auch im Bassbereich druckvoll und sauber zu arbeiten. Hinter der Röhre passt ein Impedanzwandler das hochohmige Signal der Röhre optimal an die Ausgangsstufe an.
Der Instrumenteneingang ist ein diskret aufgebauter Impedanzwandler, der ebenfalls im Class-A-Modus arbeitet. Die Basis ist ein rauscharmer Feldeffekttransistor, der durch seinen sehr hohen Eingangswiderstand als Impedanzwandler ideal geeignet ist. Ab hier übernimmt dann die Clean Gain-Stufe die Vorverstärkung.
Die Eingangs-Differenzverstärker sind mit Transistorpaaren aufgebaut, welche jeweils in einem Gehäuse zusammengefasst, besonders eng toleriert und thermisch gekoppelt sind. Die Abweichungen zwischen den beiden Transistoren des Differenzverstärker -verursacht durch einen Thermodrift- sind minimal und die Gleichtaktunterdrückung damit hoch während die THD-Werte konstant niedrig bleiben.

Eine Ausgangsstufe arbeitet als Stromverstärker, die mit über 6mA Ruhestrom auch reinen Class-A-Betrieb bietet. Auch die Auswahl der Transistoren und Widerstände hatte maßgeblichen Einfluss auf den Klang. Dafür wurden wiederum viele verschiedene Muster hergestellt und durchgehört. Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Der Operationsverstärker hat eine Anstiegsgeschwindigkeit von über 100V/µs und ist damit um ein Vielfaches schneller als industrielle Operationsverstärker. Die Einschwingvorgänge von Instrumenten (Transienten) werden mit einer hohen Präzision abgebildet – ein entscheidender Faktor für einen offenen, luftigen Klang.
Die diskreten Operationsverstärker der Ausgangsstufe können problemlos auch lange Kabelwege treiben. Es wurde weitgehend auf Koppelkondensatoren verzichtet, um ihre klanglichen Nachteile (diffus, verschleifend, Dynamikverlust) zu vermeiden. Um dennoch Gleichspannungsanteile zu eliminieren, werden aktive Servo-Schaltungen benutzt.
Um die Audiosignalwege so kurz wie möglich zu halten, werden alle Schaltfunktionen über optimal platzierte, gekapselte Relais mit vergoldeten Kontakten ausgeführt (die Bedienschalter steuern also nur die Relais). Für den Audiosignalbereich werden im Vergleich ausgesuchte Widerstände mit 0,1% Toleranz benutzt, da auch die Widerstände maßgeblichen Anteil am Klang der GainStation 8 Mk2 haben.

Bei der Beschaltung der Operationsverstärker kommen beste FKP-Folienkondensatoren zum Einsatz. Im Gegensatz zu herkömmlich eingesetzten keramischen Typen klingen die FKP-Typen viel offener und haben eine deutlich natürlichere Dynamik.

Die Platinen haben besonders große Masseflächen, um eine gute Abschirmwirkung zu erhalten.
  • Getrennt regelbare Transistor- und Röhrenvorverstärkerstufen
  • Die (abschaltbare) Röhrenstufe liefert subtile bis brutale Röhrensättigung
  • In der Röhrenstufe arbeiten ausschließlich hochwertige MKP-Folienkondensatoren, die ein klares und dynamisches Klangbild erreichen.
  • Peak/FET Limiter
  • Polarity-Umkehrstufe
  • 48-Volt Phantomspeisung
  • LED-Pegelanzeige
  • Schaltbare Impedanzanpassung für den Mikrofoneingang (200 Ω, 1,2kΩ & 10 kΩ)
  • Diskret aufgebaute Operationsverstärker in Class-A-Technik statt industrieller Universal-OPs. Die GainStation-OPs arbeiten mit einer Spannung von 60 V (üblich sind ca. 30 V) und bieten damit eine entsprechend große Dynamik.
  • Verstärker-Anstiegsgeschwindigkeit (Slew-Rate) von <100V/µs. Ein sehr hoher Wert, der insbesondere hochfrequente Signalanteile sauber und ohne Flankenbeschneidung überträgt
  • Alle Schaltfunktionen werden über gekapselte Relais mit vergoldeten Kontakten ausgeführt
  • Nach Hörvergleichen ausgewählte Widerstände mit 0.1% Toleranz im kompletten Audiopfad
  • Netzteil mit doppelter Abschirmung, jede Spannung mit eigener Wicklung und Regulation
Optional kann die GainStation 1 mit einem Eingangsübertrager von Lundahl und einem 24/192 AD-Wandler ausgestattet werden.

Für alle, die die gainStation 1 gerne in ein 19-Rack einbauen möchten ist eine Rackwanne erhältlich, die bis zu vier GainStation 1 Platz bietet.

Frequenzumfang:

‹1Hz-310kHz (Clean Gain 30dB, Tube Gain aus)
‹1Hz-125kHz (Clean Gain 30dB, Tube Gain 1dB)

THD+N:

0.0005% (Clean Gain 24dB, Tube Gain aus, Ausgangspegel +6dB, 20-22kHz)
0.032% (Clean Gain 23dB, Tube Gain 1dB, Ausgangspegel +6dB, 20-22kHz)

Rauschen:

-95.4dBu (Clean Gain 10dB, Tube Gain aus, A-bewertet)
-91.8dBu (Clean Gain 30dB, Tube Gain aus, A-bewertet)
-67.2dBu (Clean Gain 60dB, Tube Gain aus, A-bewertet)
-86.4dBu (Clean Gain 20dB, Tube Gain 10dB, A-bewertet)

E.I.N.: 127.2dB (Clean Gain 60dB, Tube Gain aus, A-bewertet, 40Ohm)

Dynamikumfang: ›130dB (20-22kHz, A-bewertet)

Gleichspannungsunterdrückung: ›80dB (Clean Gain 30dB, Tube Gain aus, 1kHz, Input -30dBu)

Maximaler Ausgangspegel: +34dBu

Maximaler Eingangspegel: (Mic Input, Hi-Z Input): +17dBu

Eingangsimpedanz: (Instrument Input): ›1MOhm

Ausgangsimpedanz: ›75Ohm

Anstiegsgeschwindigkeit: ›40V/µs (Clean Gain 30dB, Tube Gain aus, Output Level +6dB)

Phantomspeisung: 48V +/-2V

Leistungsaufnahme (ohne AD-Wandler): 25W

Maße & Gewicht:

(B x H x T): 106 x 122 x 271 mm
Gewicht (ohne Lundahl-Transformer und AD-Wandler): 2,65 kg



0dBu = 0,775V. Änderungen vorbehalten.

AD-Wandlermodul 1090

Optionaler 24Bit/192kHz AD-Wandler
 

Lundahl-Übertrager

Optionaler Eingangs-Übertrager
 

Rackwanne

Bitte beachten Sie: Die GainStation1 kann entweder mit oder ohne A/D-Wandlerkarte bestellt werden. Ein Nachrüsten durch den Kunden ist nicht möglich und muss bei SPL oder autorisierten Service-Partnern vorgenommen werden. Alle anderen Geräte können problemlos vom Kunden selbst nachgerüstet werden.

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